Neues zum ICD 11

  • WHO streicht Fetisch u. BDSM sowie Transsexualität aus drem ICD-11

    BVSM Mitglieder-Diskussionsliste


    Wie Svein Skeid, Gründer und Leiter des Projektes „ReviseF65“ am 19.

    Juni 2018 bekanntgab, hat die WHO - die Weltgesundheitsorganisation -

    die Streichung von Fetisch und BDSM von der internationalen Liste der

    psychischen Krankheiten (ICD-11) angekündigt..

    Die WHO folgt hierbei den Ländern Dänemark und Norwegen bei der

    Aufhebung der Schlüssel für sexuelle Minderheiten in der neuen Revision

    ICD-11. (...)

    Siehe <http://www.schlagzeilen.com/de/news/3109.htm>.

    Die Art, wie dich jemand behandelt, sagt aus, was für ein Mensch er ist, nicht was für ein Mensch du bist.


    Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur viel zu selten dazu.

    Du machst hier grad' mit einem Bekanntschaft , den ich genauso wenig kenne wie du .

    - Udo Lindenberg -

  • Richtig so. Hierbei handelt es sich ja um Lebenseinstellungen. Träume, sexuelle Spiele usw. Überhaupt schlimm genug, dass sich Menschen anmaßen das beurteilen zu können. Vor allem die, die von

    der Materie überhaupt keine Ahnung haben. Dann müsste man ja jeden Schwulen, jede Lesbe und alle die, die anders als die Mehrheit leben auch als krank abstempeln, was ebenfalls ein Witz wäre.


    Nur weil die Mehrheit das vllt. nicht mag, meistens nicht mal kennt, kann es ja nicht sein, dass alles was etwas aus der allgemeinen Sichtweise abweicht, als krank abgestempelt wird. Wer hat das Recht,

    hierbei eine Grenze ziehen zu können, was gesund oder krank ist?


    Einem Schläger wird ja vor Gericht auch kein ICD zugeordnet, obwohl er einen Menschen geschlagen hat, der wird vllt. als aggresiv eingestuft. Wenn der Top seinen Sub bestraft, der es sich ja noch wünscht,

    werden beide als krank eingestuft. Diese Sichtweise ist in meinen Augen krank, wofür es noch viele weitere Beispiele gäbe.


    Finde diesen Schritt auf jeden Fall klasse. Zudem bin ich fest der Meinung, dass mindestens um die 50% derer auch viele ungewönliche Träume haben, die sie sich aber nicht eingestehen möchten. Ging mir ja

    Jahre selbst so. Nur mit dem Unterschied, dass ich andere Lebensweisen nicht verurteile oder als krank bezeichne. Jeder soll für sich seine Erfüllung finden und sich nicht von der Allgemeinheit lenken lassen.

  • Das sind endlich einmal gute Nachrichten (gibt eh so viel schlechte zur Zeit) :)


    gerneeinsub Ich glaube eigentlich, das ALLE irgendwelche Träume haben, die sie seltsam finden, nur wird man das von den Menschen, die sich für etwas besseres halten wohl nie erfahren. Die geben sich das ja nicht mal selbst zu, und unterdrücken alles, was nicht in ihre VOrstellung von sich selbst passt. Und das so lange, bis sie es zum Verschwinden gebracht habe, es umgebracht - und damit sich selbst. Weil so wie ich das sehe ist das der energetische Kern - das Leben - die Energie - von sich selbst aus weder gut noch böse - einfach kraftvoll und damit auch keiner moralischen oder sonstigen gesellschaftlichen Konvention unterworfen. Wenn man es in sich akzeptiert und als (wesentlichen) Teil von sich selbst sieht ist es schon gut - wenn man es schätzen und gern haben lernt, dann wird es noch viel besser - weil es einen nährt, einem Kraft, aber auch kreativität und nicht zuletzt Lebendigkeit gibt. Kinder sind da meist bsser unterwegs und die Sexualität ist nur ein Teil davon.

    Entscheiden darf das jeder selber (ist ja sein leben, dass er sich u.UZ. selbst ruiniert) - gut wenn weniger probiert wird, es anderen vorschreiben zu wollen ;)

    Und die, die tanzten, wurden für bedingungslos verrückt erklärt von all den anderen...
    ...die die Musik nicht hören konnten.


    Die Normalität ist wie eine gepflasterte Strasse: Einfacher zu gehen - aber es wachsen keine Blumen.

    -- Vinzent van Gogh

  • Ja, man trägt es in sich oder nicht. BDSM z.B hab ich bis ich 40 war komplett in mir verschlossen, aber es ging nicht weg. Genau so ist es mit den Klamotten,ich trage nun mal den Wunsch nach Klamotten des anderen Geschlechts in mir, oder solchen die Mann üblicherweise nicht trägt, dieser innige Wunsch geht aber nicht weg, wenn ich keine Röcke oder Strumpfhosen trage.
    Manchmal denke ich mir, was muss das schön sein, so ein "normaler Mensch" zu sein. Zufrieden sein mit den Klamotten die man üblicher weise so trägt, eine normale Sexualität zu haben und einfach mit ganz normalem Blümchensex zufrieden sein, Dann könnte man viel freier leben, fände haufenweise Partner die zu einem passen. Man wäre einfach glücklich und könnte über die komischen Perversen lästern.

    Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum

  • Ja, man trägt es in sich oder nicht. BDSM z.B hab ich bis ich 40 war komplett in mir verschlossen, aber es ging nicht weg. Genau so ist es mit den Klamotten,ich trage nun mal den Wunsch nach Klamotten des anderen Geschlechts in mir, oder solchen die Mann üblicherweise nicht trägt, dieser innige Wunsch geht aber nicht weg, wenn ich keine Röcke oder Strumpfhosen trage.
    Manchmal denke ich mir, was muss das schön sein, so ein "normaler Mensch" zu sein. Zufrieden sein mit den Klamotten die man üblicher weise so trägt, eine normale Sexualität zu haben und einfach mit ganz normalem Blümchensex zufrieden sein, Dann könnte man viel freier leben, fände haufenweise Partner die zu einem passen. Man wäre einfach glücklich und könnte über die komischen Perversen lästern.

    Tja - das kan ich verstehen, nur glaube ich eigentlich, dass es das nicht gibt ;)

    Es sind halt nur andere Dinge, die diese angeblich 'normalen' Menschen mit sich tragen. Es sind halt gesllschaftlich anerkannte Fetische. Ich schau grad öfter denen mit dem 'den Rasen unbedingt alle 2 Tage kurz schneiden müssen" Fetisch zu. Das muss alles ordentlich sein udn ich hab unlängst - kein Witz - einen mit einem Staubsauger gesehen. Das heisst ich hab das Kabel über die Strasse gesehen, als ich mit dem Auto vorbeigefahren bin - und als ich sgenauer geschaut habe ist der mit seinem Stabsauger auf demRasen gestanden und hat wohl die ganzen unordentlichen Käfer weggesaugt...


    Also dagegen finde ich z.B. Dein SM und die Klamotten wirklich supernormal - auch wenn der vielleicht anerkennende Worte bekommt für die 'Ordnung' und sie Dich komisch anschauen ;)


    Nein im Ernst: Nichts von dem was Du da erzählst finde ich auch nur ein bisschen seltsam. Es ist eher seltsam, dass es als seltsam gesehen wird, weil es handelt sich um ganz normale Bedürfnisse, die nicht mal extrem ausgeprägt sind und die nur nicht in die momentanen gesellschaftlichen vortsellungen passen. Und hier ist diese Novelle von oben mal endlich ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung

    Und die, die tanzten, wurden für bedingungslos verrückt erklärt von all den anderen...
    ...die die Musik nicht hören konnten.


    Die Normalität ist wie eine gepflasterte Strasse: Einfacher zu gehen - aber es wachsen keine Blumen.

    -- Vinzent van Gogh